Ein Kind wird erwartet

Mit Beginn der Schwangerschaft ändert sich so einiges im Leben der werdenden Mutter, aber auch des werdenden Vaters. Die Frau erlebt die Zeit der Schwangerschaft um einiges intensiver, denn ihr Körper verändert sich. Es werden unterschiedliche Hormone vermehrt ausgeschüttet, weshalb es auch zu Beschwerden kommen kann. Viele werdende Mütter fragen sich, was sie während der Schwangerschaft essen dürfen und welche Hygieneprodukte sie verwenden dürfen. Wie sieht die rechtliche Lage auf den Arbeitsplatz bezogen aus und wie kann man sich auf die Geburt optimal vorbereiten? Alle diese Fragen werden in diesem Artikel beantwortet.

Rund um die Schwangerschaft

Anzeichen einer Schwangerschaft

Direkt nach der Befruchtung schüttet der Körper unterschiedliche Hormone aus. Diese führen dazu, dass sich der Körper und das Befinden der Frau verändern. Es kommt bereits wenige Wochen nach der Befruchtung zu Anzeichen einer Schwangerschaft. Hierbei werden sichere, wahrscheinliche und unsichere Anzeichen unterschieden.

unsichere Anzeichen wahrscheinliche Anzeichen sichere Anzeichen
Ekel vor bestimmten Lebensmitteln Ausbleiben der Periode Nachweis, dass ein Fötus heranwächst mittels Ultraschall
Spannungsgefühl der Brüste Brustwarzen werden dunkler Herztöne des Kindes können gehört werden
Übelkeit und Erbrechen positiver Schwangerschaftstest Kindsbewegungen werden gespürt (erst im zweiten Drittel der Schwangerschaft)
vermehrter Ausfluss aus der Scheide Verfärbung der Schleimhaut in der Scheide (stellt der Facharzt fest)  
häufiger Harndrang Vergrößerung der Gebärmutter (stellt der Facharzt fest)  

Viele werden sich jetzt fragen, was es mit den wahrscheinlichen Anzeichen auf sich hat, denn das Ausbleiben der Periode sollte doch zu den sicheren Anzeichen gehören. Die wahrscheinlichen Anzeichen können aber auch immer ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Das Ausbleiben der Periode muss nicht unbedingt eine Schwangerschaft bedeuten. Es könnte sein, dass die Frau Stress hatte oder der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht gelangt ist. Auch ein positiver Schwangerschaftstest muss nicht unbedingt auf eine Schwangerschaft hindeuten. Die wahrscheinlichen Anzeichen einer Schwangerschaft bedeuten meist, dass ein Baby im Bauch der Frau heranwächst. Es ist nur sehr selten der Fall, dass ein positiver Test nicht stimmt. Dennoch dürfen diese Anzeichen aus medizinischer Sicht nicht als sichere Anzeichen eingestuft werden.

Veränderungen im Körper der Frau

Während einer Schwangerschaft gehen im Körper der Frau viele Veränderungen vor. Es kommt zu körperlichen Veränderungen, damit der Organismus optimal auf die Schwangerschaft vorbereitet wird. Viele Frauen erleben auch eine psychische Veränderung, die ihnen Angst bereitet. Dafür gibt es aber keinen Grund.

Körperliche Veränderungen

Veränderungen im Hormonhaushalt sind sehr wichtig für den weiblichen Organismus. Es werden Schwangerschaftshormone ausgeschüttet, damit sich der Embryo gut in der Gebärmutter einnisten kann. Ein wichtiges Hormon trägt dazu bei, dass die Schwangerschaft aufrecht erhalten bleibt. Außerdem wird das Immunsystem beeinflusst, sodass der Embryo nicht vom Körper abgestoßen wird. Veränderungen im Herz-Kreislauf-System machen sich durch einen erhöhten Puls bemerkbar. Es kommt zu einer verbesserten Durchblutung der Gefäße, sodass auch das Baby gut versorgt werden kann. Die Flüssigkeit im Körper der Frau wird erhöht, sodass auch ein zweiter Organismus mit Blut versorgt werden kann. Die Brust der Frau verändert sich, denn diese bereitet sich schon von Beginn an auf das Stillen vor. Das Brustgewebe und vor allem die Milchdrüsen vergrößern sich. Dies führt auch dazu, dass die Brüste praller werden, was wiederum das bekannte Brustspannen hervorruft. Auch die Gebärmutter verändert sich, denn diese muss sich ausdehnen, damit der Embryo genügend Platz hat und wachsen kann.

Psychische Veränderungen

Die psychischen Veränderungen sind von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt. Zu Beginn der Schwangerschaft kommt es oft zu Stimmungsschwankungen, denn die Frau spürt verschiedene Gefühle. Ängste, Unsicherheit, Freude und auch Zweifel wechseln sich immer wieder ab. In dieser Zeit ist es wichtig, einen verständnisvollen Partner an der Seite zu haben. Etwa in der Mitte der Schwangerschaft lassen die Schwankungen nach und die meisten Frauen fühlen sich sehr wohl. Sie spüren ihr Baby und sind voller Vorfreude. Gegen Ende der Schwangerschaft kann sich dieses Gefühl wieder ändern. Viele Frauen kämpfen mit der Angst vor der Geburt und mit der neuen Situation, wenn das Baby erst auf der Welt ist. Diese Ängste tun der Seele nicht gut und die Frau braucht eine vertraute Person an ihrer Seite. Dazu zählt aber nicht nur der Partner, sondern auch der Facharzt und die Hebamme. Die Frau sollte sich in dieser spannenden Zeit gut betreut fühlen und Vertrauen zu den Personen um sie herum haben.

Beschwerden während der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist eine schöne und sehr intensive Zeit im Leben einer Frau. Leider ist aber nicht immer alles schön. Viele Frauen leiden unter mehr oder weniger stark ausgeprägten Beschwerden, die ihnen zu schaffen machen. So kann es zu Kurzatmigkeit kommen, denn die Lunge der Frau wird von dem wachsenden Baby zur Seite gedrängt. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, umso stärker drückt das Baby auf die Lungen der Frau. Dadurch verspüren auch viele Frauen Sodbrennen, das bis zur Geburt anhalten kann. Zu Beginn der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Unterleibsschmerzen, denn die sogenannten Mutterbänder, die die Gebärmutter im Becken halten, dehnen sich. Dies können nur ein leichtes Ziehen, aber auch recht heftige Schmerzen sein. In jedem Fall sollten starke Schmerzen immer vom Facharzt abgeklärt werden. Später verlagert sich dieser Schmerz in den Rücken, denn das Baby wächst und der Bauch wird größer. Die Frau hat nun mehr Gewicht zu tragen, was sich im Rücken bemerkbar macht. Vor allem die Lendenwirbelsäule wird gegen Ende der Schwangerschaft stark belastet, denn diese wölbt sich nach vorne und muss das Gewicht des Babys tragen.

Da das Baby immer mehr Platz im Bauch braucht, wird der Darm der Frau nach hinten gedrückt. Dadurch kann es zu Verstopfung und in weiterer Folge zu Hämorrhoiden kommen. Auch Übelkeit und Erbrechen können auftreten, wenn der Magen nach oben geschoben wird. Da das Baby oft auf einem bestimmten Nerv im Bauch liegt, kann die werdende Mama in Rückenlage Kreislaufprobleme bekommen, die sich mit Schwindel bemerkbar machen. Legt sich die Frau auf die Seite lassen die Beschwerden nach.

Ödeme, auch als Wasseransammlungen bekannt, machen sich oft in den Beinen und Füßen breit. Viele Frauen können dann nicht mehr die geliebten Schuhe anziehen und haben oft Schmerzen in den Füßen. Ödeme sind aber auch im Bereich der Hand nicht selten der Fall. Hier kommt es zu Schmerzen und einem Taubheitsgefühl in den Fingern. Dies sollte unbedingt beim Facharzt angesprochen werden. Oft kann das Tapen der betroffenen Hand Abhilfe schaffen.

Pflege für Körper und Seele

Die Körperpflege, vor allem die Hautpflege ist in der Schwangerschaft besonders wichtig. Es sollten möglichst Produkte ohne Chemie verwendet werden. Besonderes Augenmerk sollte auf den Bauch gelegt werden. Es gibt bereits viele tolle Produkte, die rein pflanzlich sind und der Haut geben, was sie braucht. Der Bauch sollte zumindest einmal täglich eingecremt werden. Dies beugt Schwangerschaftsstreifen vor und gibt der Haut Feuchtigkeit.

Die Intimpflege sollte mit einem pH-neutralen Duschgel durchgeführt werden. Viele Frauen leiden während der Schwangerschaft an einem Vaginalpilz. Eine entsprechende Therapie ist notwendig. Um dies vorzubeugen, sollte möglichst keine Chemie in den Intimbereich gelangen.

Auch die Zähne sollten sehr gut gepflegt werden, denn viele Frauen neigen zu Karies während der Schwangerschaft. Nicht selten berichten Frauen von häufigem Zahnfleischbluten. Dies liegt daran, dass die Schleimhäute im Körper während der Schwangerschaft besser durchblutet werden. Der regelmäßige Zahnarztbesuch sollte auch in dieser schönen Zeit selbstverständlich sein.

Doch nicht nur der Körper, sondern auch die Seele muss gepflegt werden. Gerade während der hormonellen Umstellung ist es wichtig, sich selbst Gutes zu tun. Es spricht nichts dagegen, mit dem Partner zu verreisen, wenn der Facharzt sein OK gibt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt noch einmal den Urlaub in Zweisamkeit zu genießen. Ob lange Flüge sinnvoll sind, sollte unbedingt mit dem Facharzt besprochen werden. Sex während der Schwangerschaft wirkt entspannend und es werden Glückshormone ausgeschüttet. Solange es der schwangeren Frau gut geht und keinerlei Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten, sollte eine werdende Mama Sex haben. Ein warmes Bad, ein Abend zu zweit oder ein Kinobesuch können der Frau währen der Stimmungsschwankungen helfen, mit diesen besser klarzukommen.

Dos und Don’ts während der Schwangerschaft

Es gibt einige Dinge, die während der Schwangerschaft unbedingt eingehalten werden soll. Hier wird besonderes Augenmerk auf die Ernährung, den Umgang mit Tieren und auch auf den Sport gelegt. Was darf eine schwangere Frau und was sollte sie lieber sein lassen?

Ernährung während der Schwangerschaft

Schwangere Frauen sollen viel frisches Obst und Gemüse essen. Die Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für das Wachstum des Babys. Auch Fleisch und Fisch sollte während der Schwangerschaft nicht gemieden werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass diese nicht roh verzehrt werden.

Hier eine Tabelle mit den erlaubten und nicht erlaubten Lebensmitteln:

erlaubte Lebensmittel mit Vorsicht genießen verbotene Lebensmittel
Milch und Milchprodukte Innereien rohe Speisen
Eier Fischsorten, wie etwa der Schwertfisch abgepackte Früchte und Salate
Käse Sahne (im rohen Zustand) Rohmilchkäse
Öle, vor allem Pflanzenöle (kaltgepresst) Fertigprodukte nicht pasteurisierte Milch
frisches Obst und Gemüse Süßigkeiten rohe Eier (Tiramisu)
Fleisch und Fisch Kaffee und koffeinhaltige Getränke Energy Drinks
Wasser und ungezuckerte Teesorten gezuckerte Limonaden Alkoholische Getränke

Sport während der Schwangerschaft

Früher war man der Meinung, dass sich eine Schwangere ausruhen und so wenig Bewegung wie möglich machen sollte. Heute weiß man, dass eine gesunde Dosis an Bewegung gut für den Körper einer schwangeren Frau ist. Die richtige Dosis bedeutet, dass sich die Frau wohlfühlt und in keine Atemnot kommen soll. Das Baby ist mit der Nabelschnur an den mütterlichen Kreislauf gebunden und wird mit Sauerstoff versorgt. Daher muss genügend Sauerstoff für das Baby übrig bleiben, wenn Mama sich bewegt. Es gilt die Faustregel, dass nach 20 Minuten eine kurze Pause eingelegt werden soll. Außerdem muss der Puls der Mutter stets unter 140 Schlägen pro Minute sein.

Welche Sportarten eigenen sich und wovon sollte man Abstand nehmen?

  • Sport im Wasser
  • schnelles Gehen
  • leichtes Laufen
  • Yoga
  • Ballsport
  • Sport mit Auseinandersetzungen mit gegnerischen Spielern
  • Sport mit hohem Verletzungsrisiko

Es hat sich gezeigt, dass Frauen, die regelmäßig Sport während der Schwangerschaft ausüben, weniger Schmerzmittel während der Geburt benötigen. Außerdem begünstigt die körperliche Fitness den Geburtsvorgang, was zu einer schnelleren und leichteren Geburt beitragen kann.

Umgang mit Tieren während der Schwangerschaft

Der Umgang mit Tieren muss während der Schwangerschaft nicht komplett eingestellt werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, mit welchen Tieren sich eine schwangere Frau umgibt. Tiere, die austreten könnten, wie etwa Pferde sollten mit Vorsicht genossen werden. Haustiere sollten in jedem Fall in der Nähe der werdenden Mutter bleiben. Das Zusammenleben mit Hunden ist auch während der Schwangerschaft sehr positiv. Sie beruhigen die schwangere Frau, was der Seele guttut.

Katzen sind mit Vorsicht zu genießen. Nicht die Tiere an sich sind das Problem. Der Kot und der Speichel der Tiere können allerdings zum Problem werden. Schwangere Frauen sollten daher das Katzenklo nicht mehr sauber machen. Es kann zu einer Ansteckung mit Toxoplasmose kommen. Dies kann in schwerer Form zum Tod des Kindes führen. Lässt sich die Situation nicht vermeiden, sollte die werdende Mama Handschuhe und einen Mundschutz tragen. Anschließend müssen die Hände gewaschen werden.

Wissenswertes über die rechtliche Situation

Grundsätzlich sollte dem Arbeitgeber so schnell wie möglich bekannt gegeben werden, wenn man die Schwangerschaft festgestellt hat. Denn erst ab diesem Zeitpunkt greifen die Bestimmungen des Mutterschutzgesetztes. So ist die schwangere Frau beispielsweise ab diesem Zeitpunkt vor einer Kündigung geschützt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob eine Frau in einem befristeten oder unbefristeten Dienstverhältnis steht. Dies gilt auch für die Zeit bis 4 Monate nach der Entbindung.

Welche Arbeiten dürfen verrichtet werden und welche nicht?

Eine schwangere Frau muss keine Arbeiten verrichten, die dem ungeborenen Kind schaden könnten. Sie darf keinen Dämpfen, Hitze, Kälte oder Nässe ausgesetzt sein. Auch enormer Lärm muss vermieden werden.

Folgende Tätigkeiten sind verboten:

  • ständiges Sitzen oder Stehen
  • tragen von Lasten über 5kg
  • häufiges Beugen oder Strecken
  • Akkord- und Fließbandarbeit
  • Arbeit auf Beförderungsmitteln

 

Der schwangeren Frau muss eine ausreichende Erholungspause zur Verfügung stehen.

Mutterschutz und Geldleistungen

6 Wochen vor dem geplanten Geburtstermin beginnt der Mutterschutz. Ab diesem Zeitpunkt darf die werdende Mutter nicht mehr arbeiten. Der Mutterschutz endet 8 Wochen nach der Geburt. Bei Frühgeburt oder Mehrlingsgeburten verlängert sich diese Frist auf 12 Wochen. Während dieser Zeit hat die Frau Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Dieses wird bei der zuständigen Krankenkasse beantragt. Des Weiteren kann ein Arbeitgeberzuschuss beantragt werden. Diese beiden Zahlungen betragen gemeinsam in etwa das letzte Nettoeinkommen.

Die Entwicklung des Babys

Die Entwicklung des Babys zu beobachten ist sehr spannend. Direkt nach der Befruchtung ist das kleine Wesen nur im Mikroskop zu erkennen, denn es besteht nur aus Zellen. Erst ab der 5. Schwangerschaftswoche kann der Fötus vermessen werden. Zuerst misst man die Länge vom Schädel bis zum Steiß. Erst ab der 19. Schwangerschaftswoche wird das Baby von Kopf bis Fuß vermessen.

Größe und Gewicht im Verlauf

Woche Größe (cm) Gewicht (g)
5 0,2 0
6 0,4 0
7 0,5 0
8 1,5 1
9 2,0 5
10 2,5 10
11 3,0 15
12 5,0 16
13 6,0 18
14 7,1 25
15 8,1 50
16 9,4 90
17 10,6 100
18 12,0 125
19 24 200
20 25 300
21 26 350
22 28 475
23 30 580
24 31 700
25 33 800
26 34 900
27 36 1000
28 37 1100
29 39 1250
30 40 1400
31 42 1600
32 43 1800
33 44 2000
34 45 2250
35 46 2550
36 47 2750
37 48 2950
38 49 3100
39 50 3250
40 51 3400

Man sollte bedenken, dass es sich hier um Durchschnittswerte handelt. Kleine Abweichungen sollte daher keine große Beachtung geschenkt werden. Im Zweifelsfall sollten Ängste immer mit dem Facharzt besprochen werden.

Die drei Entwicklungsphasen

Im ersten Trimester (Woche 1-12) steht die hormonelle Veränderung im Vordergrund. In der 3. Schwangerschaftswoche findet die Befruchtung statt und die Einnistung folgt. Ab der 5. Schwangerschaftswoche ist ein Schwangerschaftstest möglich, denn ab diesem Zeitpunkt sind genügend Hormone im Harn nachweisbar. In den darauffolgenden Wochen bilden sich die Organe des Babys und Arme und Bein werden angelegt. Bis zur vollendeten 12. Schwangerschaftswoche ist der kleine Mensch fertig angelegt. Nun heißt es wachsen.

Im zweiten Trimester (Woche 13-28) bilden sich die Organe weiter aus und der kleine Mensch wächst. Die Geschlechtsorgane bilden sich aus und die Haare des Babys beginnen zu wachsen. Auch die Gesichtszüge werden gebildet und das Babys zeigt die erste Mimik. Der Bauch der Mutter beginnt zu wachsen und schon bald sind die Kindsbewegungen spürbar. Zuerst spürt nur die Mutter diese und ab der 19. Schwangerschaftswoche etwa kann auch der werdende Papa die Bewegungen von außen spüren.

Im dritten Trimester (Woche 29-40) geht es nur mehr ums Wachsen. Alle Organe und Körperteile sind fertig gebildet. Nun legt das kleine Wesen sehr viel Körperfett an. Dies wird benötigt, um nach der Geburt die Körpertemperatur halten zu können. Das Baby nimmt nun viel Platz in der Gebärmutter ein und dreht sich langsam mit dem Kopf nach unten. Am Ende der Schwangerschaft liegt es fest im Becken und kann auf die Welt kommen.

Wann kann mein Baby sehen, hören, tasten?

Bereits ab der 23. Schwangerschaftswoche sind die Ohren und das Gehör des Babys voll ausgebildet. Ab diesem Zeitpunkt kann es alle Geräusche, die von der Mutter ausgehen hören. Erst ab der 29. Schwangerschaftswoche können Babys auch Geräusche von außen wahrnehmen. Dennoch sind die Geräusche nicht klar zu hören. Das Fruchtwasser und das Gewebe der Mutter dämpfen die Geräusche.

Die Augen des Kindes sind bis zur 28. Schwangerschaftswoche fest verschlossen. Erst dann öffnet das Baby die Augen und kann Helligkeit und Dunkelheit unterscheiden. Im Gegensatz zum Gehör müssen sich die Augen erst außerhalb des Mutterleibes entwickeln. Ein Baby kann kurz nach der Geburt unscharf sehen und Farben erkennen. Die Distanz des scharfen Sehens kommt erst nach und nach, wenn das Kind größer wird.

Der Tastsinn, ist der Sinn, der als Erstes vorhanden ist. Schon sehr früh kann das Baby den Unterschied zwischen der Nabelschnur und dem Gewebe der Gebärmutter erkennen. Das Baby erkennt den Unterschied ob Mama oder Papa die Hand auf den Babybauch legen. Da im Bauch eine stete Temperatur herrscht, lernt das Baby erst wenn es auf der Welt ist den Unterschied zwischen warm und kalt.

Vorbereitung auf die Geburt

Geht die Schwangerschaft dem Ende zu, sind viele werdende Mütter innerlich nervös. Sie wollen gut auf die Geburt vorbereitet sein. Die Kliniktasche wird gepackt und die letzten Erledigungen werden gemacht. Die werdende Mutter hat den Drang nochmal alles zu putzen. Viele Frauen berichten, dass dieser sogenannte Nestbautrieb ein sicheres Anzeichen für die bevorstehende Geburt ist. Doch nicht nur die materiellen Dinge, sondern auch die körperliche und psychische Vorbereitung auf die Geburt sind wichtig.

Körperliche Vorbereitung

Die körperliche Vorbereitung steht für viele Frauen im letzten Drittel der Schwangerschaft im Vordergrund. Viele Frauen üben Bewegung aus, um für die Geburt fit zu sein. Viele Frauen trinken Himbeerblättertee. Diesem Tee wird nachgesagt, dass der Muttermund und das Gewebe weich werden, sodass die Geburt erleichtert wird. Auch unterschiedliche Öle, die am Bauch eingerieben werden sollen sich positiv auf die Geburt auswirken.

Dammmassage

Viele Frauen plagt die Angst vor einem Dammriss. Daher wird die Dammmassage empfohlen. Diese wird ab der 34. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Das Gewebe zwischen Scheide und Anus nennt sich Damm. Dieses wird bei der Geburt sehr stark beansprucht. Wird die Dammmassage regelmäßig durchgeführt, kann dies dabei helfen das Gewebe elastischer und weicher werden zu lassen. 3-mal pro Woche wird der Damm mit etwas Öl massiert. Hierfür eignet sich Mandelöl oder Jojobaöl.

Sitzbäder

Auch Sitzbäder mit Heublumen werden ab der 38. Schwangerschaftswoche empfohlen. Heublumen helfen, den Beckenboden zu lockern und Entspannung zu erfahren. Die Durchblutung wird gefördert und das Gewebe wird weicher. Selbstverständlich kann auch ein Vollbad mit Heublumen genommen werden. Sitzbäder sollten 2-mal pro Woche durchgeführt werden. Allerdings nicht vor der 38. Schwangerschaftswoche, denn Heublumen können Wehen auslösen.

Psychische Vorbereitung

Die psychische Vorbereitung ist sehr wichtig und viele Frauen tun dies ganz automatisch. So ziemlich jede werdende Mutter macht sich Gedanken über die Geburt. Diese Gedanken sollten zu Papier gebracht werden. Ein sogenannter Geburtsplan ist wichtig, um die Frau zu beruhigen. Anhand dieses Plans wissen der werdende Papa und die Hebamme genau was die Frau möchte und was nicht. Es hilft auch Bücher über die selbstbestimmte Geburt zu lesen, denn dies ist vielen Frauen wichtig.

Der Geburtsplan

Der Geburtsplan soll so viele Informationen wie möglich enthalten:

  • in welcher Position möchte die Frau entbinden
  • welche Musik soll im Kreissaal gespielt werden
  • möchte man Schmerzmittel
  • ist eine PDA gewünscht
  • soll der werdende Papa oder eine andere Vertrauensperson anwesend sein
  • darf ein Dammschnitt gemacht werden oder will die Frau natürlich entbinden
  • wird die CTG-Überwachung gewünscht oder nicht
  • möchte die Frau das Baby direkt nach der Geburt auf die Brust gelegt bekommen
  • viele Frauen legen Wert darauf, die Nabelschnur auspulsieren zu lassen

Dies und weitere Wünsche sollten im Geburtsplan vermerkt sein. Auch die „Behandlung“ des Babys nach der Geburt. Soll das Baby direkt gewaschen, gewogen und angezogen werden oder möchte die Mama ausgiebig kuscheln? Der Geburtsplan sollte schon vorab mit der Hebamme besprochen werden, sodass während der Geburt keine Fragen aufkommen.

Geburtsvorbereitungskurs

Viele Frauen wollen einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen. Was bringt der Kurs und was wird überhaupt gemacht? Ein Vorbereitungskurs kann die Frau optimal auf die Geburt vorbereiten. Eine Hebamme und auch ein Facharzt werden vor Ort sein und mit den werdenden Eltern den Ablauf einer Geburt besprechen. Es werden Atemtechniken gelernt und Geburtspositionen ausprobiert. Der Kreißsaal kann ebenfalls besichtigt werden. Hier kann die Frau weitere Positionen, wie die Wassergeburt in der Wanne oder auch den Geburtshocker testen. Die Hebamme wird stets an der Seite der Frau sein.

Es gibt einen Termin im Kurs, an dem nur die Frauen teilnehmen. An diesem Tag können intime Fragen gestellt werden. Viele Frauen trauen sich nicht, vor anderen Männern zu sprechen. Daher ist es wichtig, dass dieser Termin wahrgenommen wird. Auch das Wohlzimmer bietet Geburtsvorbereitungskurse an. Die Termine dafür können hier entnommen werden: https://wohlzimmer.com/images/VEK.pdf

Das Zuhause auf das Baby vorbereiten

Zuhause alles für das Baby vorzubereiten, macht vielen Frauen sehr viel Freude. Für das Baby einzukaufen ist eines der schönsten Dinge während der Schwangerschaft. Auch das Kinderzimmer muss eingerichtet werden und wichtige Hygieneartikel sollten bereitstehen. Sollte die Mutter nicht stillen können oder teilweise zufüttern müssen, ist es ratsam, schon während der Schwangerschaft Fläschchen und Sauger zu kaufen. Nach der Geburt sollten Mama und Baby Ruhe haben. Aus diesem Grund sollte schon vor der Geburt zu Hause alles fertig sein.

Das Kinderzimmer

Hat das Baby ein eigenes Zimmer, wird dies meist im letzten Drittel der Schwangerschaft eingerichtet.

Wichtige Möbel:

  • Babybettchen oder Wiege
  • Kleiderschrank
  • Wickelkommode
  • Stillstuhl

Das Babybettchen bietet einige Vorteile gegenüber der Wiege. Es kann länger verwendet werden, denn es ist meist höhenverstellbar. Viele Betten können auch zum Kinderbett umgebaut werden. Im Babybett sollten sich keine Stofftiere und keine Decken befinden.

Der Kleiderschrank sollte funktional sein. Viele Hängemöglichkeiten bieten den Vorteil, dass die kleine Kleidung gut sortiert im Schrank hängen kann.

Bei der Wickelkommode ist darauf zu achten, dass die Höhe verstellbar ist. Nicht jede Mama und jeder Papa ist gleich groß. Eine zu tiefe Wickelkommode kann zu Rückenschmerzen führen.
Ein Stillstuhl ist im Kinderzimmer sehr praktisch. Hier kann sich die Mama entspannt zurücklehnen, ihr Baby stillen und die Zeit zu zweit genießen.

Kleidung

Babykleidung zu kaufen lässt das Mamaherz höherschlagen. Sobald das Geschlecht des Babys bekannt ist, kaufen viele werdende Mütter ein. Auch neutrale Kleidungsstücke werden schon früh gekauft, sollte sich das Paar bezüglich des Geschlechtes überraschen lassen. Jeder Mutter weiß, dass grundsätzlich viel zu viel eingekauft wird.

Hier eine Liste, der meist gebrauchten Babykleidung:

  • Bodys kurzarm und langarm
  • Strampelanzüge
  • Pyjamas
  • Shirts
  • Hosen
  • Strumpfhosen
  • warme Socken
  • für den Winter ein Fließanzug für den Spaziergang oder die Autofahrt

Babykleidung kann an vielen Orten auch gebraucht erworben werden. Schließlich wachsen die kleinen Wesen so schnell und die Kleidung ist schnell zu klein. Dennoch wollen viele schwangere Frauen auch neue Kleidung für ihr Baby kaufen. Hierbei sollte auf eine gute Qualität geachtet werden. Außerdem sollte der Tragekomfort im Vordergrund stehen. Ist sich eine Mama unsicher, ob bestimmte Kleidung benötigt wird, oder nicht, kann die Hebammensprechstunde im Wohlzimmer auch für solche Fragen genutzt werden. Die Termine können hier entnommen werden:

https://wohlzimmer.com/images/VEK.pdf

Wichtige Hygieneartikel

Auch die kleinsten Erdenbürger benötigen spezielle Hygieneartikel. Vor allem für Babys sollte auf chemiefreie Produkte geachtet werden. Grundsätzlich werden Babyartikel sehr gut getestet und streng kontrolliert. Welche Hygieneartikel braucht man wirklich, um gut versorgt zu sein?

Babys Bad

1-2 mal pro Woche sollte das Baby gebadet werden. Hierfür sollten folgende Dinge bereitstehen:

  • Babybadewanne
  • Waschlappen
  • Thermometer zur Bestimmung der Wassertemperatur
  • Kapuzenbadetuch (Babys Köpfchen muss warm gehalten werden)
  • Babybürste
  • Nagelschere
  • Sicherheits-Wattestäbchen

Wickeln und Pflegen

Da das Baby mehrmals täglich gewickelt wird, sollten die Feuchttücher gut gewählt werden. Es ist besser, erst mal weniger Feuchttücher zu kaufen, um auszuprobieren, welche Marke das Kind verträgt. Gleiches gilt für Windeln. Pflegetücher eignen sich hervorragende für die Katzenwäsche zwischendurch.

Hier die Liste mit den Dingen, die benötigt werden:

  • Windeln
  • Feuchttücher
  • Babyöl
  • Baby-Pflegetücher
  • Wundschutzcreme
  • Windeleimer
  • Wickelunterlagen

Zahnpflege

Viele Frauen vergessen auf die Zahnpflege, doch diese ist besonders wichtig. Oft bilden sich Beläge auf der Zunge und an den Wangenseiten. Diese können mit einem kleinen Fingerhandschuh weggeputzt werden. Sobald der erste Zahn durchgebrochen ist, sollte zur Zahnbürste gegriffen werden. Auf diese Weise gewöhnt sich das Baby schon sehr früh an das Zähneputzen und wird dieses auch später gerne tun.

Fläschchen und Co.

Stillen ist natürlich die beste Ernährung für das Baby. Dafür benötigt die Mutter einige Utensilien. Doch nicht immer klappt das Stillen sofort, oder die werdende Mutter möchte nicht stillen. Dann wird das Baby mit Fläschchen gefüttert. Auch hierfür werden einige Dinge benötigt, die schon während der Schwangerschaft gekauft werden sollten:

  • Stillkissen
  • Stilleinlagen
  • Still-BHs (beim Kauf darauf achten, diese ein oder zwei Größen größer zu kaufen)
  • Mullwindeln
  • Milchpumpe
  • Fläschchen und Sauger
  • Flaschenbürste
  • Pre-Nahrung

Oft ist es notwendig, dass die werdende Mama Milch abpumpt. Dies erhöht den Milchfluss und kann von Vorteil sein, wenn das Baby mal nicht an der Brust trinken möchte. Milchpumpen sind sehr teuer, vor allem elektrische Pumpen. Daher bietet Medela die Möglichkeit, diese auszuleihen und nach dem Stillen wieder zurückzubringen. Währen der Hebammensprechstunde oder auch beim offenen Stilltreff im Wohlzimmer kann man sich genau darüber informieren. Termine:

https://wohlzimmer.com/images/VEK.pdf